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Stammzell- und Exosomentherapien

Die Behandlung von Augenkrankheiten hat in den letzten Jahren einen tiefgreifenden Wandel erfahren.
Für viele Netzhaut- und Nervenerkrankungen, die mit klassischen Methoden nicht oder nur teilweise gestoppt werden können, bieten regenerative medizinische Ansätze nun Hoffnung.

Zwei prominente Methoden auf diesem Gebiet – Stammzell- und Exosomentherapien – zielen darauf ab, geschädigte Netzhaut- oder Sehnervenzellen zu unterstützen, die Geweberegeneration zu fördern und das Fortschreiten des Sehverlusts zu verlangsamen.
Obwohl sie sich noch im experimentellen Stadium befinden, stellen diese Verfahren wissenschaftlich fortschrittliche Methoden dar, die als zukunftsweisend für die Augenbehandlung angesehen werden.

Bei welchen Krankheiten werden Stammzell- und Exosomentherapien eingesetzt?

Diese Behandlungen werden als unterstützende Maßnahmen bei Krankheitsgruppen angewendet, die mit klassischen Methoden schwer oder nur eingeschränkt behandelt werden können.

  • Angeborene Netzhauterkrankungen (z. B. Retinitis pigmentosa, angeborene Netzhautdystrophien)

  • Chemische oder traumatische Augenverletzungen

  • Erkrankungen des Sehnervs (Optikusneuropathien, Atrophie, Glaukom)

  • Fortgeschrittene Netzhautdegenerationen (Stargardt-Krankheit)

  • Dauerhafte Sehbeeinträchtigungen, die von der Makula und dem retinalen Pigmentepithel ausgehen (trockene und feuchte Formen der Makuladegeneration)

Ziel ist es, das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen und das bestehende Sehvermögen so lange wie möglich zu erhalten.

Was sind Stammzellen und wie werden sie gewonnen?

Stammzellen sind spezialisierte Zellen im Körper, die die Fähigkeit besitzen, beschädigte Zellen zu regenerieren und zu ersetzen.
Die Behandlung erfolgt üblicherweise aus zwei verschiedenen Quellen:

  • Autologe Stammzellen: Diese werden aus dem eigenen Fettgewebe oder Knochenmark der Person entnommen und durch spezielle Laborverfahren gereinigt.

  • Allogene Stammzellen: Sie werden von kompatiblen Spendern gewonnen (z. B. aus Nabelschnurblut). Nabelschnurstammzellen sind deutlich jünger als Zellen anderer Herkunft und besitzen daher ein wesentlich stärkeres Regenerationspotenzial. Neben ihrem jungen Alter tragen diese Zellen zur Balance des Immunsystems bei, reduzieren Entzündungen und unterstützen die Reparatur- und Regenerationsprozesse des Körpers optimal. Dies führt zu effektiveren Behandlungsergebnissen. Aus diesem Grund werden sie insbesondere bei Augenerkrankungen bevorzugt eingesetzt.

Was sind Exosomen?

Exosomen sind mikroskopische Träger, die von Stammzellen ausgeschieden werden und die interzelluläre Kommunikation erleichtern.
Diese winzigen Strukturen enthalten Wachstumsfaktoren, RNA und Proteine und tragen Signale, die die Zellreparatur auslösen.
Exosomen infizieren Gewebe nicht direkt wie Stammzellen, sondern sie initiieren und unterstützen den Heilungsprozess auf zellulärer Ebene.

Wie wird die Behandlung durchgeführt und wie wirkt sie?

Die Behandlung erfolgt unter örtlicher Betäubung und ist in der Regel ein kurzer und schmerzloser Eingriff.
Stammzell- oder Exosomenlösungen werden kontrolliert subtenonal um das Auge herum verabreicht.
Ziel ist es, dass diese regenerativen Zellen die Mikroumgebung der Netzhaut und des Sehnervs revitalisieren.

Diese Zellen und Exosomen, dank der von ihnen abgesonderten biologischen Signale:

  • Es unterstützt die Reparatur beschädigter Zellen.

  • Es reduziert Entzündungen.

  • Es steigert die zelluläre Energieproduktion und die Durchblutung.

  • Es stärkt die Widerstandsfähigkeit der Nervenzellen.

Nach dem Eingriff wird der Patient in der Regel noch am selben Tag entlassen und der Genesungsprozess wird überwacht.

Dies sind zuverlässige Methoden ohne Nebenwirkungen.

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